Schwesternland
Gerne lese ich Geschichten mit zwei Zeitebenen, da ich es spannend finde, wie diese sich beim Lesen zusammenfügen.
Zum einen ist da Antonia, die anlässlich des 100. Geburtstages ihrer Großmutter im Havelland auf ihre drei Schwestern trifft. Dieses Haus haben die Schwestern in ihrer Kindheit „Schwesternland“ genannt, daher rührt auch der Buchtitel.
Im zweiten Erzählstrang lernen wir Jeanne kennen, die mit Ihrer Familie im 17. Jahrhundert aus Lyon flieht, um den Repressalien gegen Hugenotten zu entgehen. Im Laufe der Geschichte verflechten sich die beiden Handlungen immer mehr, da Antonia am Beispiel ihrer Vorfahrin ihre Masterarbeit über Flucht, neue Heimat und Existenzen schreibt.
Sofort bin ich in die Geschichte eingetaucht und empfehle sie von Herzen.
Ihre Annette Eichhorn