Pilgermaus

Pilgermaus
Die Pilgermaus (lat. mus musculus peregrinus) ist eine besondere Form des Homoparasitismus. Sie gehört zur Familie der Langfingermäuse (lat. mures digiti longi) und fällt alles an, was sich nagen oder trinken läßt.
Sie tritt gerne unerkannt auf (lat. mus anonymus) und hat keinen Respekt vor fremden Eigentum. Sie ist besonders in Pilgerherbergen anzutreffen, und dort insbesondere in Kühlschränken. Auf ihre Anwesenheit kann geschlossen werden, wenn Getränke trotz verschlossener Gefäße zu verdunsten scheinen, Käse und Wurst schrumpfen oder ganz verschwinden. In Butter hinterlassen Langfingermäuse eindeutige gezahnte Spuren.
Das Geschehene wird gern verharmlosend bezeichnet als Mundraub (lat. raptus ciborum ad usum furis). Die ursprüngliche Wildform wird in leichten Fällen als kleiner Dieb (lat. mus furunculus), in schwerwiegenden Fällen als Kleptomane (lat. mus rapax, auch mus clepens) bezeichnet. Eine höflich-kultivierte Form ist unter der Bezeichnung „Schnorrer“ (lat. mus nassauerensis) bekannt.
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Weitere Informationen siehe unter Pilger-ABC.